Nach der Begrüßung der zahlreich erschienen Mitglieder stellte der kommissarische 1. Vorsitzende Gerhard Hertlein die fristgerechte Einladung zur Jahreshauptversammlung und somit deren Beschlussfähigkeit fest. Anschließend gedachte er dreier verstorbener Mitglieder und bat um eine Minute des Gedenkens. Diese seien dem Verein stets treu verbunden gewesen und hätten ihn sehr engagiert unterstützt.
Zu Beginn seines Berichts dankte Hertlein dem Vereinsausschuss und den Kassenprüfern für die reibungslose und eigenverantwortliche Durchführung aller Arbeiten sowie die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Auch hob er den unermüdlichen Einsatz einzelner Mitglieder hervor, die unentwegt bei Platzarbeiten oder technischen Problemen zu Hilfe geeilt seien. Auch würdigte er vier Mitglieder, die dem Verein als Übungsleiter höhere Zuschüsse bringen würden.
Beim Rückblick hob Hertlein die Verlängerung des Erbbaurechts für die „alten“ Plätze und das Tennisheim hervor. Nach über 50 Jahren sei das Vereinsheim endlich an den Abwasserkanal angeschlossen worden. Auf Anregung von Karin Hopf habe man zudem die Räume des Vereinsheims gestrichen sowie Tische und Stühle restauriert und neu gepolstert; auch neue Vorhänge seien angeschafft worden. Mit Abschluss aller Arbeiten sei, wie Hertlein betonte, in den letzten Jahren viel für den Erhalt der Tennisanlage erreicht worden.
Kassenwartin Elfriede Christl stellte in ihrem Bericht die Einnahmen und Ausgaben des Vereins im Detail vor. Der größte Mittelzufluss resultiere aus den Mitgliedsbeiträgen, abgegoltenen Arbeitsstunden, Werbeeinnahmen sowie Zuschüssen. Auch die Einnahmen aus Veranstaltungen und Getränkeverkauf seien erfreulich ausgefallen. Doch vor allem wegen der Kanalarbeiten, den Renovierungen im Vereinsheim sowie dem Herrichten der Plätze durch einen Dienstleister habe sich ein spürbares Defizit ergeben. Die Gemeinnützigkeit des Vereins sei vom Finanzamt erneut bescheinigt worden.
Da Markus Hartmann sein kommissarisch geführtes Amt als Platzreferent niedergelegt hatte, übernahm 2. Vorsitzender Thomas Irmler seinen Bericht. Der zum Herrichten der Plätze beauftragte Dienstleister habe seine Arbeiten recht spät begonnen, weshalb diese erst kurz vor Saisonstart fertig geworden und anfangs noch sehr weich gewesen seien. Zudem habe man bei den ersten Arbeitsdiensten angesichts des Andrangs die Gelegenheit genutzt, die Hecke zu schneiden; die Schnittabfälle habe dankenswerterweise Familie Hopf entsorgt. Auch im Herbst habe man viele Helfer zur Einwinterung gehabt und die letzten Plätze im Laufe des Novembers geschlossen. Heuer plane man, die Plätze zusammen mit der Herren-Mannschaft wieder selbst herzurichten und sei dabei schon gut vorangekommen.
Sportwart Volker Harzenetter blickte auf die Ergebnisse der fünf Mannschaften zurück. Nach einem Aufstieg im Vorjahr habe sich die Damen-Mannschaft den Klassenerhalt mit zwei Siegen erkämpfen können. Die Damen 50 seien am Ende mit einer positiven Punktebilanz im Mittelfeld gelandet. Die Herren- und Herren-30-Mannschaften seien in ihren Gruppen jeweils Zweite geworden. Nach ihrem Aufstieg habe die Herren-50-Mannschaft aufgrund einiger Verletzungen eine schwierige Saison gehabt. Für die kommende Sommersaison habe man im Erwachsenen-Bereich sechs Mannschaften gemeldet: Damen I und II, Damen 50, Herren, Herren 30 und Herren 50.
Anschließend ging Harzenetter auf die unbefriedigende Situation mit den Tennisschulen ein und stellte dar, weshalb letztes Jahr das Training in Eigenregie durchgeführt worden war. Mit Hilfe der Tennishalle in Speikern habe man auch im Winter ein Training für Jugendliche anbieten können, ebenso ein Kinder-Training in der Turnhalle der Mittelschule. Für 2026 habe man Ulrich Jäger als Trainer gewinnen können. Und da Jäger über Hallenplätze verfüge, könne man auch im Winter ein Training anbieten.
Jugendwartin Sarah Engelhardt begann ihren Rückblick mit der U18-Mannschaft, die durchweg sehr enge Spiele bestritten habe. Zwei Kinder seien auch in einer Spielgemeinschaft mit Eschenau in U10 und U12 gemeldet gewesen, doch wolle man dies aufgrund von Unstimmigkeiten heuer nicht fortsetzen. Bei der Saisoneröffnung im April habe man ein Dutzend Kinder und deren Eltern begrüßen können. Das Sommertraining habe von Mai bis Juli dreimal pro Woche stattgefunden. Im Juli habe man erstmals ein Tiebreak-Turnier ausgerichtet und dabei viel Zuspruch aus den umliegenden Vereinen erfahren; auch sei angefragt worden, ob das Turnier erneut ausgerichtet werden würde. Auch am Schnaittacher Ferienprogramm sei der Verein zweimal beteiligt gewesen, und trotz eher schlechten Wetters habe man viele Teilnehmer gehabt. Der Saisonabschluss für Jugendliche sei mangels Beteiligung ausgefallen. Derzeit laufe noch das Wintertraining in der Tennishalle sowie der Turnhalle der Mittelschule.
Für heuer plane man die gleichen Events wie im letzten Jahr. Über Spielgemeinschaften mit fünf umliegenden Vereinen habe man mit Kleinfeld U9, Midcourt U10 und Bambini 12 erneut drei Mannschaften melden können. Das Sommertraining für die Kinder finde montags, mittwochs und donnerstags statt, und Ulrich Jäger wolle samstags zudem ein Training für Erwachsene anbieten.
Event-Managerin Katja Harzenetter ließ kurz die Veranstaltungen des letzten Jahres Revue passieren. Diese seien abhängig vom Wetter größtenteils gut besucht gewesen. Nach dem gut besuchten Schleifchenturnier zur Saisoneröffnung sei der Zuspruch zum Pfingstturnier geringer gewesen. Anfang August habe man das Sommerfest in einfacherer Ausgestaltung als bisher durchgeführt, was Aufwand und Kosten gespart habe; dank des positiven Feedbacks wolle man dieses Format künftig beibehalten. Der Saisonabschluss habe bei gutem Wetter entsprechenden Zuspruch gefunden. Tags darauf habe man eine von Klaus Schuchardt sehr gut organisierte Bierfahrt nach Forchheim und weiter nach Bamberg unternommen. Auch habe man heuer schon eine von Karin Hopf ausgerichtete Karpfenwanderung durchgeführt. Harzenetter dankte den zahlreichen Helfern, ohne deren ehrenamtliches Engagement die Veranstaltungen nicht durchführbar wären.
Kassenprüfer Georg Schleicher bescheinigte dem Verein erneut eine hervorragend geführte Kasse. Man habe keine Beanstandungen, weshalb die Entlastung der Kassenwartin sowie der gesamten Vorstandschaft beantragt werde. Diese wurde einstimmig erteilt.
Für 30-jährige Treue zum Verein wurde Volker Harzenetter geehrt, für 40 Jahre Gertrud Langhans und Reimar Wazlav sowie Helma Kuttelwascher in Abwesenheit für 50 Jahre.
Bei den anschließenden Wahlen erklärte sich Carmen Gebhard spontan bereit, für das Amt der 1. Vorsitzenden zu kandidieren und wurde einstimmig gewählt. Neben Glückwünschen zollten viele der Anwesenden ihr Anerkennung und Respekt für diesen mutigen Schritt. Für das ebenfalls vakante Amt des Platzreferenten fand sich kein Bewerber, weshalb es weiterhin unbesetzt bleibt.




