Die Neunziger Jahre

Das Vereinsleben der letzten 10 Jahre war geprägt von sportlichem Bemühen und von gesellschaftlichen Höhepunkten. Gemeint sind damit unsere Kultur- und Skifahrten, die jedes Mal einer Menge Mitglieder Spaß miteinander brachten. Beispielhaft führe ich nur die Namen der großen Reisen an: Hamburg, Verona, Bochum, Stuttgart, Berlin. Das waren die kulturellen Höhepunkte des jeweiligen Tennisjahres, immer ausgezeichnet organisiert von Lis Graf (die sich dennoch manchmal etwas anhören muss, wenn der eine zu weit hinten sitzt und der nächste bei Aida nicht richtig schlafen kann). Aber auch die gemeinsamen Feiern im Tennisheim waren stets sehr beliebt und entwickelten sich bei jeder noch so kleinen Tennisgruppe zum unverzichtbaren Selbstläufer.

Turnierleiter

Turnierleitung für die Nordbayerischen Jugendmeisterschaften 1989

Sportlich eingeläutet wurde die Ära der acht Plätze von einem großen überregionalen Jugendturnier. Gerhard Kurz hatte es geschafft, die Nordbayerischen Jugendmeisterschaften nach Schnaittach zu holen. Vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1989 spielten die besten Kinder und Jugendlichen Nordbayerns auf unserer Anlage. Dies war nicht nur organisatorisch eine perfekte Sache des ehemaligen Sportwarts Gerhard Kurz, sondern zeigte auch, dass unsere Vereinsführung solch besonders schwierige Aufgaben leicht lösen kann, wenn die Mitglieder mit vollem Einsatz dahinter stehen.

Im sportlichen Leben – sprich: Mannschaftssport – konnte Sportwart Thomas Harzenetter in den Anfängen des Jahrzehnts die Rekordzahl von 13 Mannschaften melden und lange Zeit auch halten. Der TC Schnaittach musste für so viel Eifer beim Tennisverband extra eine Sondergenehmigung beantragen. Besonders stolz konnten wir darauf sein, dass die beiden 1. Mannschaften in der Bezirksklasse spielen konnten. Sportwart Harzenetter betonte damals immer wieder mit berechtigtem Stolz, dass diese Leistungen mit Spielerinnen und Spielern aus dem eigenen Verein möglich gemacht wurden. Später kam dann auch der TC Schnaittach nicht ganz darum herum, sich durch Spitzenspieler aus dem Ausland zu verstärken. Im Jugendbereich taten sich allerdings damals schon Lücken auf, da der Nachwuchs zu dieser Zeit offensichtlich schon auf andere Mode-Sportarten abfuhr.

Im TC Schnaittach ging die Spielerstruktur einen ganz normalen Weg. Plötzlich – und unerwartet – waren auch unsere Gründungsmitglieder zwei bis drei Jahre älter geworden. Sie wollten aber noch spielen und so entstanden im Verein Jungsenioren-, Senioren- und Supersenioren-Mannschaften. Der Ehrgeiz ist ungebrochen und der Spaß ist ebenfalls geblieben. Die 1. Jungseniorenmannschaft stieg zum Beispiel bis in die Bezirksklasse auf und die Jungseniorinnen spielten so hoch wie nie eine andere Schnaittacher Mannschaft in der Oberliga.