Neu gewählte Vorstandschaft will bisherigen Kurs fortsetzen

1. Vorsitzender Horst Luczynski

1. Vorsitzender Horst Luczynski

Bei der Jahreshauptversammlung 2017 standen zahlreiche Ehrungen sowie die Neuwahl der Vereinsführung samt Rechnungsprüfern auf der Tagesordnung. Nach der Begrüßung bat 1. Vorsitzender Horst Luczynski die Anwesenden, der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder zu gedenken, darunter auch der Verpächterin des Vereinsgeländes, Frau Kunigunde Singer, sowie des erst Tage zuvor verstorbenen langjährigen Fördermitglieds Georg Schaffer. In seinem Jahresrückblick erinnerte er kurz an die sportlichen und gesellschaftlichen Highlights der zurückliegenden Tennissaison. Er wünsche sich allerdings mehr Fokus auf Mannschaften sowie eigene Vereinstrainer und dadurch größere Erfolge im sportlichen Bereich. In diesem Zusammenhang kritisierte er besonders das Verhalten der 1. Herren-Mannschaft in der vergangenen Saison. Auch sei zur Unterstützung des Platzreferenten eine höhere Beteiligung am Arbeitsdienst anzustreben. Abschließend dankte er den Mitgliedern des Vereinsausschusses, den Mannschaftsführern sowie allen Helfern für ihr hohes Engagement und erfolgreiches Wirken. Besonders bedankte er sich bei Elfriede Christl und Rolf Mamat für die Mithilfe bei der Überarbeitung der Vereinssatzung, deren Neufassung am 11. Januar 2017 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verabschiedet wurde. [Sie wird auf der Website veröffentlicht, sobald sie beurkundet ist.]

Kassenwartin Elfriede Christl stellte die Vermögenssituation des Vereins dar. Sie betonte, dass die teils erheblichen Aufwendungen des Vereins, für die sie etliche Beispiele anführte, nicht alleine aus Vereinsbeiträgen zu bestreiten seien. Insbesondere die Einnahmen aus den diversen Sonderaktionen leisteten wichtige Deckungsbeiträge für Jugendförderung sowie Unterhalt und Pflege der Tennisanlage. Zum Ende ihres Berichts ging Christl noch kurz auf die steuerlichen Aspekte von Rückstellungen ein, die für anstehende Anschaffungen oder absehbare Renovierungsmaßnahmen notwendig seien.

Platzreferent Markus Hartmann

Platzreferent Markus Hartmann

Platzreferent Markus Hartmann berichtete, dass die Plätze unter tatkräftiger Mithilfe leider nur weniger Mitglieder sehr früh spielbereit gewesen seien. Da im Verlauf der Arbeiten alljährlich gut 10 t an Material zu bewegen seien und vor allem das klassische Aufwerfen sehr rückenbelastend sei, schlug er die Anschaffung eines Aufsandgerätes vor. Hartmann stellte die verbesserte Einbruchssicherung des Vereinsheims vor und ließ auch die Neugestaltung des Spielplatzes humorvoll Revue passieren. Zusammenfassend dankte er allen Helfern und freute sich, in der kommenden Saison wieder vom Platzwart unterstützt zu werden.

Mit einem kurzen Rückblick auf die sehr gut angenommene Skifahrt begann Sportwart Volker Harzenetter seinen Bericht und betonte, dass er auch im kommenden Jahr wieder eine Skifahrt ausrichten wolle. Nach einem kurzen Abriss des sportlichen Verlaufs ging er etwas detaillierter auf die Vereinsmeisterschaften ein. Zum einen seien die Einzel-Wettbewerbe mit Ausnahme des Jugendbereiches seit Jahren unterrepräsentiert, wohingegen die Doppel sehr gut angenommen würden. Aufgrund der oft geringen Zahl von Meldungen könne man nicht jede Altersklasse eines Wettbewerbs anbieten, weshalb oft eine spielstärkengerechte Zusammenlegung von Altersklassen notwendig sei. Mit Bezug auf die Kritik des 1. Vorsitzenden gab Harzenetter zu bedenken, dass der Verein seit seiner Gründung nicht mehr mit so vielen Mannschaften erfolgreich und in der Bezirksklasse vertreten gewesen sei wie in den letzten Jahren. Zudem habe man heuer 12 Mannschaften aller Altersklassen gemeldet und damit annähernd so viele beim bisherigen Rekord von 14 Mannschaftsmeldungen. In der kommenden Saison entfiele nur die aufgelöste 1. Herren-Mannschaft, sodass vier Herren-, drei Damen- und vier Jugend- bzw. Bambini-Mannschaften gemeldet werden konnten. Und nach wie vor gelte, dass jeder, der sich in eine Mannschaft integrieren wolle, auch in einer Mannschaft spielen könne; dies unterscheide den TC Schnaittach durchaus von vielen anderen Vereinen. Mit Blick auf die kommenden Leistungsklassenturniere wies Harzenetter noch darauf hin, dass aufgrund der Einführung teilnehmerbezogener Zusatzgebühren der Überschluss wohl deutlich kleiner ausfallen dürfte.

Jugendwartin Birgit Erhardt

Jugendwartin Birgit Erhardt

Jugendwartin Birgit Erhardt erinnerte zunächst daran, dass die Saisoneröffnung für Jugendliche ausgefallen wäre, wenn nicht etliche Kinder und Jugendliche trotz nasskalten Wetters selbst auf die Durchführung gedrängt hätten. Während der Saison seien meist zwei bis drei Dutzend Kinder beim wöchentlichen Jugendtraining dabei gewesen. Dies wäre ohne die tatkräftige Mithilfe von Markus Hartmann, Cindy Weber und Franziska Erhardt nicht zu bewältigen gewesen, wofür sie sich herzlich bedankte. Der Tennisclub habe auch an der Veranstaltung „Speed 4“ der Grundschule und dem Autohaus Strobel teilgenommen. Bei den Medenspielen seien vier Bambini- und Jugendmannschaften mit viel Freude und großem Erfolg dabei gewesen. Vor allem die Knaben 14 hätten sich überraschend gut gegen die anfangs viel spielstärkeren Gegner behaupten können. Auch bei den Vereinsmeisterschaften sei die Beteiligung im Jugendbereich sehr hoch gewesen. Besonders über die gespendeten Medaillen und Pokale hätten sich die Kinder sehr gefreut. Der Jugendtag im Rahmen des Schnaittacher Ferienprogramms sei ebenfalls sehr gut besucht gewesen, zumal etliche Teilnehmer angesichts des schönen Wetters spontan noch Freunde mitgebracht hatten. Das Zeltlager zum Saisonausklang habe witterungsbedingt abgesagt werden müssen, sodass nur Lagerfeuer und Abendwanderung angeboten werden konnten; heuer sei deshalb ein früherer Termin geplant. Vor allem habe das Spiel der Kinder gegen ihre Eltern, teils mit Handicap, großen Anklang gefunden.

Karin Hopf erinnerte an die zahlreichen gesellschaftlichen Veranstaltungen des Vereins. Hier seien vor allem das Sommerfest und die Kulturreise nach Wien mit Oper und Nachtleben als Highlights hervorzuheben. Da die Veranstaltungen auch wichtige Deckungsbeiträge für die Jugendarbeit lieferten, sei eine noch höhere Beteiligung sehr zu wünschen. Die ausgefallene Radtour solle heuer wieder angeboten werden. Hopfs Dank galt den zahlreichen Helfern und allen, die mit Speisen und Kuchen zum Gelingen der Tennisveranstaltungen beigetragen haben.

Schriftführer Rolf Mamat stellte kurz die Mitgliederstatistik vor. Der Verein sei im vergangenen Jahr um 10 auf insgesamt 252 Mitglieder gewachsen. An aktiven Mitgliedern habe der Tennisclub 40 Kinder unter 12 Jahren und 11 Jugendliche. Zu 51 Einzelmitgliedern kämen noch 81 Mitglieder aus 29 Familienmitgliedschaften hinzu, ebenso 39 passive Einzelmitglieder sowie 15 passive Familienmitgliedschaften. Abschließend bat Mamat darum, ihm jeweils aktuelle E-Mail-Adressen zukommen zulassen, damit schriftliche Informationen kostengünstiger verteilt werden können.

Rechnungsprüfer Georg Schleicher bescheinigte dem Verein eine hervorragende Kassenführung. Die beantragte Entlastung von Kassenwartin und Vorstand wurde erteilt.

Die für ihre Treue zum Verein geehrten Mitglieder

Die für ihre Treue zum Verein ge­ehr­ten Mitglieder

Bei seiner letzten Amtshandlung freute sich 1. Vorsitzender Horst Luczynski, dass er eine große Zahl langjähriger und verdienter Mitglieder ehren durfte. Er wies darauf hin, dass viele von ihnen den Verein in verantwortlicher Funktion entwickelt haben. Für 40 Jahre wurden ausgezeichnet: Helga und Karl Bräunlein sowie Georg Schleicher; für 30 Jahre: Ariane Beirle-Hartmann, Anita und Thomas Harzenetter, Candida und Reinhold Hopf, Gerda und Kurt Köhler, Anita und Manfred Kohlmann, Gerda Kreuz, Ingeborg und Horst Luczynski (von Volker Harzenetter geehrt), Karin und Manfred Müller sowie Hans Sachtschale; für 25 Jahre: Christa Beyer, Bernd Hoth, Hans Georg Kuhn und Rainer Lorenz. Im Namen der „alten“ Vorstandschaft bedankte sich Volker Harzenetter bei Horst Luczynski für seine Impulse zur Vereinsentwicklung und die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Für die Kulturreise 2017 wurden mehrere Vorschläge zur Diskussion gestellt. Bei der anschließenden Abstimmung entschied sich die Mehrheit für eine zweitägige Kulturreise nach Würzburg. Lis Graf wurde gebeten, in bewährter Weise die Planung zu übernehmen.

Der scheidende 1. Vorsitzende bedankte sich nochmals bei den Damen und Herren des Vorstands und des Vereinsausschusses für die geleistete Arbeit und den künftigen Mitgliedern des Vorstands für die Bereitschaft, die Ämter zu übernehmen. Er wünschte ihnen für ihr Engagement im Verein ein gutes Gelingen. Danach übergab er die Leitung der Mitgliederversammlung in die Hände des Wahlausschusse und legte sein Amt als 1. Vorsitzender nieder.

Die neu gewählte Vorstandschaft

Die neu gewählte Vorstandschaft

Bei den anschließenden Neuwahlen wurden Gerhard Hertlein als 1. Vorsitzender und Thomas Harzenetter als 2. Vorsitzender neu gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Rolf Mamat als Schriftführer, Elfriede Christl als Kassenwartin, Markus Hartmann als Platzreferent, Volker Harzenetter als Sportwart, Birgit Erhardt als Jugendwartin, Karin Hopf als Beisitzerin für gesellschaftliche Veranstaltungen und Stefan Hofmann als Beisitzer für Öffentlichkeitsarbeit. Neu gewählt als Beisitzer wurden zudem Bernd Hoth für die Getränkeversorgung, Manfred Kalb-Rieß für die Technik im Verein und Eva-Maria Pietzcker zur allgemeinen Unterstützung des Vorstands. Als Rechnungsprüfer wurden Karl Bräunlein und Georg Schleicher ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt.

In einer kurzen Ansprache bedankte sich Gerhard Hertlein für das ihm entgegengebrachte Vertrauen, stellte sich kurz vor und erläuterte die Motivation für seine Kandidatur. Auch er sprach Horst Luczynski seien Dank für die dem Verein geleisteten Dienste aus.