Bierfahrt zur Klosterbrauerei Weltenburg bei Kelheim

Teilnehmer der Bierfahrt im Garten des archäologischen Museums in Kelheim

Teilnehmer der Bierfahrt im Garten des archäologischen Museums in Kelheim

Zum Ende der Tennissaison unternahm der TC Schnaittach nach Jahren wieder eine Bierfahrt, diesmal zur Klosterbrauerei Weltenburg. Bereits früh am Morgen brach eine ansehnliche Gruppe von Teilnehmern nach Kelheim auf. Per Schiff durchquerte man bei schönstem Herbstwetter den weltberühmten Donaudurchbruch, um kurz darauf beim Kloster Weltenburg an Land zu gehen.

Bei der anschließenden Brauereiführung wurde den „Bierfahrern“ zunächst die Geschichte des Bieres vermittelt. In der ältesten Klosterbrauerei der Welt wird bereits seit Mitte des 11. Jahrhunderts Bier gebraut – zu jener Zeit vor allem dazu, um das meist verunreinigte Brunnenwasser genießbar zu machen. In der Luft schwebende Hefe sorgte eher zufällig für spontane Vergärung und somit für Alkohol. Misslungenes oder sauer gewordenes Bier wurde über die Jahrhunderte mit allerlei exotischen Beimischungen aromatisiert, nicht immer zum Wohle der Gesundheit. Um dem Einhalt zu gebieten, wurde 1516 schließlich das Bayerische Reinheitsgebot erlassen, wonach Bier nur mehr aus Hopfen, Malz und Wasser gebraut werden durfte. Da die Bedeutung der Hefe noch unbekannt war, fehlt diese in der Zutatenliste. Im Anschluss wurden die einzelnen Phasen des Bierbrauens – Mälzen, Maischen, Läutern, Hopfen, Gären, Reifen – im Detail dargestellt. Während der Verkostung einiger Biersorten erfuhren die Teilnehmer, dass für 100 hl Bier je nach gewünschter Stammwürze zwar 1.200 bis 1.600 kg Gerste, aber nur ca. 200 g Hopfenkonzentrat benötigt werden.

Nach dem Besuch der Klosterkirche und dem Mittagessen in der Klosterschenke fuhr man wieder nach Kelheim. Im Rahmen einer Führung wurden die Teilnehmer mit der Stadtgeschichte vertraut gemacht. Beim Bummel durch einen Wochenendmarkt konnte man zudem zahlreiche regionale Schmankerln kosten, bevor es mit einem Zwischenstopp zum Abendessen in Neumarkt zurück nach Schnaittach ging.