Vereinsentwicklung als zentrale Zukunftsaufgabe

Zentrales Thema der Jahreshauptversammlung 2014 war neben dem Bericht der Vorstandschaft zur Lage des Vereins die – auch finanzielle – Entwicklung des Tennisclubs. Um für die anstehende Erneuerung der Plätze gewappnet zu sein, wurde eine moderate Erhöhung der Beiträge beschlossen. Zugleich wurde die Zahl der Pflichtarbeitsstunden erhöht, um den Finanzbedarf für den Unterhalt der Tennisanlage zu begrenzen. Die Neuwahlen einiger bislang unbesetzter Vorstandsposten ließen jüngere Mitglieder in den Vereinsausschusses einziehen. Des Weiteren wurden zwei Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt und weitere Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein geehrt.

Erster Vorsitzender Horst Luczynski blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Erster Vorsitzender Horst Luczynski blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Zu Beginn der Versammlung bat 1. Vorsitzender Horst Luczynski die Anwesenden, des kürzlich verstorbenen Mitglieds Curt Schneider zu gedenken, der den Verein acht Jahre lang als 2. Vorsitzender mitgestaltet hatte. In seinem anschließenden Jahresrückblick konnte der 1. Vorsitzende von einem interessanten und bewegten Tennisjahr berichten. Sportlich habe sich der Verein deutlich fortentwickelt, was nicht zuletzt durch den Aufstieg der 1. Herren-Mannschaft in die Bezirksklasse 1 sowie die zahlreichen, mittlerweile ganzjährig angebotenen LK-Turniere belegt werde. Auch in der Jugendarbeit habe man große Fortschritte erzielen können.

Im gesellschaftlichen Bereich sei vor allem die äußerst gelungene Feier zum 40-jährigen Vereinsjubiläum hervorzuheben. Und auch die Bierfahrt nach Amberg sowie die Kulturreise nach Istanbul seien sehr gut angenommen worden. Leider hätten aber Radtour und Wanderung trotz aufwändiger Vorbereitung mangels Teilnahmeinteresses entfallen müssen. In der Öffentlichkeitsarbeit habe man neue Wege beschritten, um eine bessere Wahrnehmung des Vereins und eine engere Bindung von Geschäften und Unternehmen an den Tennisclub zu erreichen. Horst Luczynski schloss seinen Bericht mit seinem Dank an die Mitglieder des Vereinsausschusses und alle Helfer, die sehr viel ihrer Freizeit für die Bewältigung der verschiedenen Aufgaben geopfert haben.

In seiner Funktion als technischer Leiter informierte 2. Vorsitzender Hans Georg Kuhn, dass die Frühjahrsüberholung der Tennisplätze durch den beauftragten Dienstleister nicht zufriedenstellend verlaufen sei. Letztlich sei es dem engagierten Einsatz des Platzwartes zu verdanken gewesen, dass zu Beginn der Medenspiele dennoch gut präparierte Plätze übergeben werden konnten. Aufgrund dieser positiven Erfahrung solle der Platzwart weiter beschäftigt werden. Während des Jahres habe man mehrere Geräte angeschafft, unter anderem einen „Zauberbesen“, mit dem man künftig die Plätze mit geringem Aufwand selbst herrichten könne und somit nicht mehr auf eine Fremdfirma angewiesen sei. Hierfür hätten die Herren-Mannschaften ihre tatkräftige Unterstützung zugesagt. Hans Georg Kuhn lobte auch den Arbeitseinsatz vieler Mitglieder, die teils deutlich mehr als ihre Pflichtstunden abgeleistet hätten. Letztlich zeigten die erfassten Arbeitsstunden, wie viel Aufwand erforderlich sei, um die Tennisanlage zu pflegen und zu unterhalten.

Kassenwart Michael Pabst führte aus, dass trotz deutlich höherer Ausgaben ein – wenn auch kleiner – Überschluss erzielt werden konnte. Die gestiegenen Ausgaben seien einerseits auf die Beschäftigung des Platzwartes sowie die neu angeschafften Geräte zurückzuführen; auch haben man den Gastank auffüllen müssen. Positiv hingegen seien die Einnahmen durch LK-Turniere und Spenden an den Verein.

Sportwart Walter Ringler gab zunächst einen kurzen Abriss von der Saisoneröffnung über die Damen-Fun-Turniere bis hin zum Saisonabschlussturnier. Er freute sich insbesondere über das lebhafte Treiben auf den Tennisplätzen. Die Vereinsmeisterschaften habe man nur mit einer geringen Zahl von Teilnehmern durchführen können, weshalb er auf eine höhere Beteiligung in diesem Jahr hoffe. Besonders lobte Walter Ringler die sportlichen Erfolge der Mannschaften: In der Winterrunde 2012/2013 habe die 1. Herren-Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksklasse 1 geschafft und stehe heuer bislang auf einem Nichtabstiegsplatz. Nach mäßigem Erfolg in der vorausgegangenen Winterrunde habe sich die 2. Herren-Mannschaft diesmal bislang ungeschlagen den ersten Tabellenplatz in Kreisklasse 2 erkämpft. Die im letzten Jahr ungeschlagen in die Bezirksklasse 1 aufgestiegene Herren-40-Mannschaft kämpfe derzeit mit ungewissem Ausgang um den Verbleib in dieser Klasse.

In der Sommerrunde 2013 sei der Tennisclub mit sieben Mannschaften vertreten gewesen. Nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse 2 im Vorjahr habe die 1. Herren-Mannschaft heuer erneut den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse geschafft. Die Herren-50-Mannschaft spiele nun in höherklassig in K2, und den übrigen Mannschaften sei der Klassenerhalt geglückt. Für die kommende Sommerrunde habe man zwei zusätzliche Mannschaften melden können und sei seit langem wieder mit einer Jugendmannschaft vertreten. Walter Ringler bilanzierte, dass die ziel- und erfolgsorientierte Jugendarbeit erste Früchte trage und weiter ausgebaut werde.

„Die Jugendarbeit ist das Fundament jedes Vereins“, so Jugendwartin Petra Ringler zu Beginn ihres Berichtes. Aufgrund der Einnahmen aus den LK-Turnieren habe man das Training mit derzeit 19 Kindern im Winter auch in der Halle anbieten können. Die Kinderbetreuung solle künftig an professionelle Trainer übergeben werden, um in der gewonnenen Zeit weitere Kinder an den Tennissport heranzuführen. Hierfür wolle man gezielt an Kindergärten und Schulen herantreten; durch den Jugendtag des Schnaittacher Ferienprogramms habe man leider keine neuen Mitglieder für den Verein gewinnen können. Mit ihrem Dank an all die fleißigen Helfer schloss die Jugendwartin ihren Vortrag.

Kassenprüfer Georg Schleicher lobte die gute und fehlerfreie Buchhaltung. Auf seinen Vorschlag hin wurde Kassenwart und Vorstand die Entlastung erteilt.

1. Vorsitzender Horst Luczynski (re.) und 2. Vorsitzender Hans Georg Kuhn (li.) mit Geehrten und Ehrenmitgliedern

1. Vorsitzender Horst Luczynski (re.) und 2. Vorsitzender Hans Georg Kuhn (li.) mit Geehrten und Ehrenmit­gliedern

Bei den anschließenden Nachwahlen wurde Steffen Hock neuer Platzreferent. Zu Beisitzern wurden Volker Harzenetter als Vertreter der Mannschaftsspieler sowie Felix Ringler zur Unterstützung der zahlreichen LK-Turniere gewählt. Um junge Mitglieder besser in den Verein zu integrieren, hatte der Vereinsausschuss vorgeschlagen, eine TCS-Fanpage in Facebook zu erstellen; für diese Aufgabe wurde Michael Kreuz beauftragt.

Als weiteres wichtiges Thema stand die weitere Entwicklung des Vereins auf der Tagesordnung. Erster Vorsitzender Horst Luczynski führte aus, dass in wenigen Jahren durch die anstehende Verlängerung der Pachtverträge sowie die dringend erforderliche Renovierung schadhafter Plätze große finanzielle Lasten auf den Verein zukämen. Aus sicheren, regelmäßigen Einnahmen seien diese absehbar nicht zu schultern, weshalb man jetzt die finanziellen Spielräume für die zu erwartenden Ausgaben schaffen müsse. Deshalb schlage der Vereinsausschuss für die kommenden Jahre maßvolle Beitragsanpassungen vor, von denen nur Kinder und Jugendliche ausgenommen werden sollen. Auch sei eine zusätzliche Arbeitsstunde für Einzel- und Familienmitgliedschaften sinnvoll, um mehr Arbeiten in Eigenleistung erbringen zu können. In einer weiteren, außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden beide Vorschläge von den dort anwesenden Mitgliedern nach ausführlicher Diskussion angenommen.

Abschließend wurden Engelbert Kail und Markus Hartmann für 25 Jahre sowie Volker Birkel, Gaby und Gregor Eigner, Bernhard Kainer, Konrad Peiser und Gerhard Zwingel für 30 Jahre Treue zum Verein geehrt. Erster Vorsitzender Horst Luczynski freute sich besonders, Lis Graf und Heinz Kreuz für ihr langjähriges und engagiertes Wirken in verantwortlicher Position im Namen des Vereinsausschusses als Ehrenmitglieder vorschlagen zu dürfen. Beiden wurde die Ehrenmitgliedschaft von der Mitgliederversammlung zuerkannt.