Auf Schusters Rappen durchs Frankenland

Trotz unbeständigen Wetters fanden sich etliche Wanderfreunde ein

Trotz unbeständigen Wetters fanden sich etliche Wanderfreunde ein

In diesem Jahr führte der TC Schnaittach erstmalig eine Winterwanderung durch, und trotz schwieriger Wegverhältnisse nach vorangegangenem Regen- und Schneemix hatte eine Gruppe begeisterter Wanderfreunde viel Freude daran. Man mied die teilweise vereisten Forstwege und gelangte nach einem kurzen Anstieg über den romantischen Fuchsbuckel nach Enzenreuth. Von dort ging es weiter durch den Herrenschlag und über die Kreisstraße hinab nach Morsbrunn zur Mittagseinkehr. Gut gestärkt wanderte man dann über die Kalte Herberge, Hinterhof und Rabenshof zurück zum Rothenberg. Hier schwenkte ein Teil über den Rabenshofer Kirchenweg zum Heimweg ins Tal, während eine kleinere Gruppe im Berggasthof die schöne Wanderung bei inzwischen guter Fernsicht ausklingen ließ.

Die traditionelle Herbstwanderung startete bei schönem Wanderwetter am Marktplatz von Königstein. Mit kurzem steilem Anstieg ging es zur oberhalb des Ortes gelegenen Johanniskapelle hinauf, von der aus sich eine schöne Aussicht auf die oberpfälzer Gipfel bot. Ein abwechslungsreicher Waldweg führte von dort zum Locher Fels, einen freistehenden Gipfel mit Blick auf Loch und Königstein. Verschlungene Wege mit zahlreichen An- und Abstiegen führten am Teufelsstuhl und anderen Kletterfelsen vorbei zur Kühlochhöhle, in der früher Höhlenbären und Steinzeitmenschen hausten. Ein kleiner Felsensteig führte anschließend am Steinberg entlang, wo sich die Wanderfreunde bei einer kurzen Rast stärken konnten.

Ziel der Wanderfreunde war die Burgruine Breitenstein

Ziel der Wanderfreunde war die Burgruine Breitenstein

Schon aus der Ferne zeigte sich der nächste Höhepunkt: Ein bequemer Waldweg ließ die Wanderer zur Burgruine Breitenstein mit der restaurierten romanischen Doppelkapelle aus dem 12. Jahrhundert gelangen. Die zweistöckige Kapelle ist der Heiligen Dreifaltigkeit und dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht. Durch lichte Wälder ging es nun abwärts weiter bis nach Pruppach. Bei der Einkehr im Landgasthof „Zum Elsabauern“ ließ man sich Schweine- und Hirschbraten nebst süffigem Bier munden.

Der Nachmittag war dem Hausberg von Königstein, dem 651 Meter hohem Ossinger gewidmet. Nach dem in weitem Bogen zur Ossinger Hütte geführten Aufstieg hatte man sich darauf gefreut, den herrlichen Rundblick vom Turm zu genießen. Doch war dieser leider gesperrt, sodass nach kurzer Rast sogleich der Abstieg erfolgte. Durch einen botanischen Naturpark führte die Route zum Ausgangspunkt zurück, wo die Gruppe den abwechslungsreichen Wandertag bei Kaffee und Kuchen auf der Sonnenterrasse eines Cafés ausklingen ließ.