Bericht über die Jahreshauptversammlung 2008

Die im Amt bestätigte Vorstandschaft mit Johannes Wandner als neuem Beisitzer

2. Vorstand Heinz Kreuz beim Jahresrückblick

Die diesjährige Jahreshauptversammlung war von den Veränderungen geprägt, die durch den plötzlichen und unerwarteten Tod des langjährigen 1. Vorsitzenden Volker Graf bedingt waren. Neben den hierdurch erforderlichen Ergänzungswahlen zum Vorstand des TC Schnaittach standen Ehrungen langjähriger Mitglieder sowie die Rücknahme der Beitragsermäßigung für Senioren auf der Tagesordnung.

Der stellvertretende Vorsitzende, 2. Vorstand Heinz Kreuz, betonte in seinem Jahresrückblick, dass durch Volker Grafs Tod eine Reihe von Aufgaben vakant geworden sei, um die sich dieser aufgrund seiner Sach- und Fachkenntnis in den zurückliegenden Jahren eigenverantwortlich gekümmert habe und die kurzfristig hätten weitergeführt werden müssen. Als plakative Beispiele nannte der 2. Vorstand die anstehende Erneuerung des Gas-Erdtanks sowie den Anschluss der Tennisanlage an die Kanalisation in Kleinbellhofen, was eventuell eine Sanierung des Abwasserkanals entlang der Verbindungsstraße nach Kleinbellhofen erfordere. Durch engagiertes Teamwork der Vorstandsmitglieder in Fachausschüssen hätten teilweise schon gute Lösungsvorschläge erarbeitet werden können.

Auch andere Renovierungsarbeiten, wie etwa die Innen- und Außenrenovierung des Tennisheims, stünden in den nächsten Jahren an. Die hierfür erforderlichen Arbeiten könnten allerdings aufgrund der Finanzlage des Vereins, die im Wesentlichen von der stagnierenden Mitgliederzahl geprägt sei, nicht vollständig durch die Beauftragung von Handwerkern erbracht werden. Am Beispiel von Schneelastschäden an der Ballwand, die durch die Tatkraft und das handwerkliche Geschick einiger Mitglieder kostengünstig beseitigt werden konnten, verdeutlichte der 2. Vorstand, dass der Verein künftig verstärkt auf freiwillige Mithilfe seiner Mitglieder angewiesen sein werde. Nur schwer ließen sich manche Fixkosten, wie die jährliche Frühjahrsrenovierung und Pflege der Tennisplätze senken. Nicht zuletzt könne der Verein auch Unterstützung durch örtliche Unternehmen erhalten; so habe etwa die Brauerei Schaffer die Tische und Bänke auf der Terrasse des Vereinsheims auf ihre Kosten renoviert, wofür der 2. Vorsitzende seinen besonderen Dank an den Sponsor aussprach.

Im Weiteren führte Heinz Kreuz aus, dass die letztjährige Skifahrt nicht optimal verlaufen sei; vielleicht könnten künftig die Skifahrten eher durch engagierte Mitglieder im kleinen Rahmen organisiert werden. Die Radtour sei gleich in dreierlei Hinsicht – Wetter, Strecke und Einkehr – ein Erfolg gewesen, was nicht zuletzt auf die wie immer perfekte Organisation der Familie Hopf zurückzuführen sei. Auch die Bierfahrt nach Bamberg unter dem Motto „Bier, Barock und Bratwürste“ sei durch den Mix aus Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Spezialitäten sehr gut angekommen. Der Höhepunkt sei sicherlich die Kulturreise nach Barcelona gewesen, die allseits ein sehr positives Echo gefunden habe; jedenfalls hätten die Daheimgebliebenen viel versäumt. Für die Präsentation des Vereins in der Öffentlichkeit sei der Herbstmarkt ebenfalls eine sehr wichtige Veranstaltung, die jedoch vergleichsweise viel Aufwand erfordere; durch das eingespielte Helferteam habe dies jedoch gut bewältigt werden können. Die Beteiligung an der Herbstwanderung des 1. FC Schnaittach sei wegen des schlechten Wetters schwach gewesen; in den kommenden Jahren werde der TCS wieder eine eigene Wanderung anbieten, dann vielleicht auch zu einer günstigeren Jahreszeit. Zum Schluss seines Jahresrückblicks dankte 2. Vorstand Heinz Kreuz den zahlreichen Helfern, die den Verein in vielfältigen Aufgabenbereichen unterstützt hätten.

In seinem Bericht betonte Kassenwart Karl Bräunlein, dass trotz eines knapp positiven Ergebnisses die finanzielle Lage des Vereins keineswegs sorgenfrei sei. Zwar seien die Beitragseinnahmen annähernd konstant geblieben und zeigten keinen Rückgang wie in den zurückliegenden Jahren, dennoch ließen die anstehenden Ausgaben, vor allem die Kosten für Gas und Kanal, bei unveränderter Einnahmesituation ein negatives Ergebnis für 2008 befürchten. Es müsse deshalb der Versuch unternommen werden, die Beitragseinnahmen zu erhöhen. Seinen besonderen Dank sprach Karl Bräunlein dem Platzwart und den Arbeitsdienstleistenden dafür aus, dass sie durch ihr Engagement dazu beigetragen hätten, mithilfe ihres tatkräftigen Einsatzes die Gesamtkosten für die Beauftragung von Handwerkern in einem erträglichen Rahmen zu halten. Die Kassenprüfer Georg Schleicher und Hans Summerer bestätigten dem Kassenwart erneut eine solide und vorbildliche Kassenführung, weshalb Karl Bräunlein einstimmig entlastet wurde.

Platzreferent Kurt Kotsch trug vor, dass dank der engagierten Mithilfe zahlreicher Helfer die Plätze trotz eines äußerst knappen Zeitplans termingerecht hätten spielfertig gemacht werden können und dass das Tennisheim vom bewährten Helferteam grundgereinigt worden sei. Auch seien die Fenster des Tennisheims neu gestrichen worden. In Zukunft sei es wünschenswert, dass sich wieder viele Mitglieder an Pflege und Erhalt der Tennisanlage beteiligten.

Sportwartin Elfriede Christl informierte, dass trotz weitgehend schlechten Wetters die Medenspiele ohne Probleme durchgeführt worden seien. Erfreulich sei insbesondere der Klassenerhalt der beiden in der Bezirksklasse 1 spielenden Mannschaften Damen 30 und 1. Herren 55, wenngleich der Klassenerhalt für die erst 2006 aufgestiegene Herren-Mannschaft nicht gelungen sei. Bei den Vereinsmeisterschaften sei weiterhin der Trend zu mangelnden Teilnehmerzahlen festzustellen gewesen. Obwohl recht kurzfristig zustande gekommen, sei die Beteiligung am Head-Club-Turnier erfreulich hoch gewesen, wenngleich die Organisation durch das veranstaltende Unternehmen zu wünschen übrig gelassen habe. Das Schleifchenturnier sei aufgrund des Dauerregens im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen, wohingegen der Team-Cup mit fünf Teams gut besucht gewesen sei und sich als Veranstaltung etabliert habe. Einer Mitgliederbefragung zufolge würden keine zusätzlichen Veranstaltungen für notwendig erachtet. Für die Winterrunde habe der TC Schnaittach eine Herren-Mannschaft gemeldet, die sich bislang ganz gut geschlagen habe; für Sommer 2008 seinen acht Mannschaften gemeldet. Abschließend wünschte sich Sportwartin Elfriede Christl eine regere Teilnahme an den Sportveranstaltungen des Vereins und eine intensivere Zusammenarbeit mit den einzelnen Mannschaftsführern.

Jugendwartin Lis Graf konnte von einem gut besuchten Jugendtag berichten, weshalb in den darauf folgenden Wochen anfangs alle acht Plätze für das Jugendtraining belegt gewesen seien. Die Ausrüstung der Jugendmannschaften mit einheitlicher Tenniskleidung habe die Motivation der Spieler und Spielerinnen sichtlich gefördert. Der Jugendtag zum Ferienprogramm der Gemeinde sei unglücklicherweise auf den heißesten Tag des Jahres gefallen, weshalb sich nur wenige der angemeldeten Teilnehmer auf der Tennisanlage eingefunden hätten, dafür aber mit intensivem Einzeltraining belohnt worden seien. Um Leistungsunterschiede innerhalb der Jugendgruppen auszugleichen, regte Lis Graf an, dass spielerfahrene Mitglieder für leistungsschwächere Jugendliche eine Art „Patenschaft“ übernähmen, um diese per Einzeltraining zu fördern. Im Jugendbereich seien für heuer drei Mannschaften gemeldet worden.

Die neu gewählten Vorstände mit geehrten Mitgliedern

Der neu gewählte 1. Vorsitzende Heinz Kreuz (re.) mit 2. Vorstand und Kassier Karl Bräunlein (li.) sowie den geehrten Mitgliedern Alice Zink, Josef Kampfer und Klaus Langfritz (vorne)

In den Ergänzungswahlen wurde der bisherige 2. Vorstand Heinz Kreuz zum 1. Vorsitzenden gewählt. Kassenwart Karl Bräunlein wurde als neuer 2. Vorstand gewählt und nimmt bis zu den regulären Vorstandswahlen im nächsten Jahr beide Ämter wahr.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft sowie ihr langjähriges Engagement im Tennissport wurden Josef Kampfer, Klaus Langfritz, Alice Zink sowie in Abwesenheit Sigrid und Dietmar Ernst geehrt.

Ein letzter wichtiger Tagesordnungspunkt der Jahreshauptversammlung war die Diskussion und Abstimmung über die Rücknahme der derzeitigen Beitragsermäßigung für Senioren. Wie 1. Vorsitzender Heinz Kreuz darlegte, würden sowohl die Altersstruktur des Vereins als auch die gegenwärtige finanzielle Situation unter Berücksichtigung der anstehenden Lasten zu einer solchen Überlegung zwingen. Nach kurzer, sehr sachlicher Diskussion unter den anwesenden Mitgliedern wurde die Rücknahme der Beitragsermäßigung für Senioren ohne Gegenstimme beschlossen. Die geänderten Beitragssätze werden bereits für das laufende Jahr erhoben.