Bier, Barock und Bratwürste

Die Teilnehmer der Bier- und Kulturfahrt nach Bamberg

Die Teilnehmer der Bier- und Kulturfahrt nach Bamberg

Nach der erfolgreichen Weinfahrt des Vorjahres stand 2007 wieder einmal eine Bierfahrt auf dem Programm. Ziel war diesmal Bamberg, Weltkulturerbe, Stadt der „Zwiebeltreter“ und Stadt mit der höchsten Brauereidichte in der näheren Umgebung. Auf dem Bamberger Stadtgebiet sind immerhin neun traditionelle, eigenständige Brauereien sowie eine Gasthausbrauerei zu finden, wodurch eine kaum zu überbietende Biervielfalt gegeben ist.

Anders als in den Vorjahren erfolgte die Anreise diesmal nicht per Bus, sondern preiswert und umweltfreundlich mit dem Bayernticket der Bahn. Bei eher trübem Wetter trafen sich die gut 40 „Bierfahrer“ auf dem Bahnsteig der S-Bahn in Lauf und erreichten kurz vor Mittag den Hauptbahnhof in Bamberg. Die meisten Teilnehmer nutzten die Zeit bis zum offiziellen Teil des Programms, die örtlichen Spezialitäten kennen zu lernen. Etwa das aus geräuchertem Malz gebraute Rauchbier, welches sich am besten im Traditionslokal „Schlenkerla“ genießen lässt und zu dem gefüllte Zwiebeln vorzüglich schmecken. Auch bot sich der Besuch der Jubiläumsausstellung „Unterm Sternenmantel – 1000 Jahre Bistum Bamberg“ an. Anhand kostbarer Exponate wird dort die Geschichte des Bistums Bamberg von seiner Gründung 1007 durch Kaiser Heinrich II. bis zu Neuzeit vorgestellt; die Ausstellung ist noch bis 4. November 2007 geöffnet.

Das berühmte Bamberger Brückenrathaus über die Regnitz

Das berühmte Bamberger Brückenrathaus über die Regnitz

Der offizielle Teil des Programms begann mit der Besichtigung der ehemaligen Benediktinerabtei St. Michael. Dort befindet sich das Grab des Heiligen Otto, das einen Durchlass aufweist, den man in gebückter Haltung durchschreiten kann. Der Überlieferung nach soll das Durchschreiten des Grabes von Rückenleiden befreien. Bei der anschließenden Stadtbesichtigung lernten die Teilnehmer der Bierfahrt die historische Altstadt mit ihren verschiedenen Sehenswürdigkeiten von Bamberg kennen, etwa „Klein Venedig“, eine mittelalterliche Fischersiedlung mit schön erhaltenen Fachwerkbauten, das Alte Brückenrathaus, das im 14. Jahrhundert erbaut wurde und seinerzeit den geistlichen Teil der Stadt vom weltlichen trennte, das international bekannte Künstlerhaus Villa Concordia, oder das Gerberviertel. Die einzelnen Abschnitte waren durch kulinarische Stationen voneinander abgegrenzt, bei denen lokale Spezialitäten, zum Beispiel Zwiebeltretersalat oder Blaue Zipfel, und Bier aus den örtlichen Brauereien gereicht wurden. Nach dem abschließenden Abendessen und einer letzten Verkostung der süffigen Bamberger Biere ging es am frühen Abend mit der Bahn wieder zurück nach Hause.