Ein Freundschaftsbesuch in Ehren …

Freundschaftsspiele auf der Anlage des TC Schnaittach

Freundschaftsspiele auf der Anlage des TC Schnaittach

Der TC Schnaittach pflegt eine schon seit mehr als 10 Jahren andauernde Freundschaft zum SC Union Tirolerhof, der im schönen Perchtoldsdorf beheimatet ist. Regelmäßige Besuche der befreundeten Vereine im zweijährigen Turnus sind fester Bestandteil der beiderseitigen Veranstaltungskalender, und so haben uns auch 2003 wieder unsere Freunde aus Perchtoldsdorf besucht. Nachfolgend haben sie uns ihre Eindrücke, die sie von ihrem Besuch mit nach Hause genommen haben, zukommen lassen:

„Alle Teilnehmer an der Reise waren sich einig: Die vertraute Atmosphäre, viele alte und auch einige neue Bekanntschaften, eine unüberbietbare Gastfreundschaft, die hervorragende Back- und Kochgunst unserer Gastgeber und vom lieben Petrus gesandtes Wetter, wie wir es uns besser gar nicht vorstellen hätten können, verwöhnte uns ein Wochenende lang.

Alle Busfahrer hatten es bedauert, die Gastfreundschaft im Hause der Familie Graf – schrieb ich Haus? – eher ein Herrensitz – nicht ausführlicher zum Small Talk ausnützen zu können, aber wer zu spät kommt, den straft eben die Geschichte. (Mea culpa, ich hatte die Streckenlänge und die Grenzformalitäten an der EU-Außengrenze unterschätzt.) Dafür wurde aber dann der lange Abend nach den Spielen so ausführlich zum Reden benützt, dass trotz der ausgezeichneten Musik das Tanzen fast zu kurz kam.

Der zweite Höhepunkt des Freitagabends war Eure Einladung in die Simmelsdorfer Mühle – ein sehr gemütliches Theater mit runden Tischen und Bewirtungsmöglichkeit. Wir haben schön geschaut, als mit Wien/Niederösterreichischern Dialekt eine Fernsehsendung persifliert wurde und dann noch Couplets von Hugo Wiener – in unserer Fassung „der Nowak“ und „die Potiphar“ zu hören waren. War da nicht eine zusätzliche Regie vorhanden? Jedenfalls haben Andrea Lipka und Rolf Wolle das Programm eindeutig mit sehr viel Fingerspitzengefühl so vorgetragen, dass die Zweideutigkeiten nicht den Appetit auf mehr verhinderten.

Erstaunen gab es dann noch als es zum Zahlen der Konsumationen ging und wir entdecken mussten, dass wir uns auf Poldl Warachitz’ (einem echten österreichischen Schmarotzeroriginal) Spuren befanden und von Euch wieder bewirtet wurden!

Teilnehmer beider Vereine auf der Terrasse des Vereinsheims

Teilnehmer beider Vereine auf der Terrasse des Vereinsheims

Am nächsten Tag wurden die Einzel-, Doppel- und Mix-Spiele von Thomas Harzenetter so organisiert, dass wir mit Hilfe der Schnaittacher Damen, die für einige Matches die Perchtoldsdorfer Uniform trugen, nach langer Zeit wieder einmal ausgiebig zuschlagen konnten, was natürlich zu unserer guten Laune besonders beitrug und uns auf der siebenten Wolke schweben ließ.

Gott sei Dank hat auch in diesem Jahr ein Spanferkel von Erich Romsteck aus Altersschwäche seinen Löffel fast abgegeben, sodass es geschlachtet werden musste und uns zusammen mit Knödel, Kraut und Bratensaft sowie Salat hervorragend mundete.

Das italienische Buffet, das uns „fränkisch verbrämt“ mit den Bratwürsteln, Polpettis und anderen Feinheiten den ganzen Tag erfreute – und erst die Kuchen, Cremes, Obstsalate und Obst – führten dazu, dass die am Platz verloren gegangenen Kalorien rasch wieder ergänzt wurden. Mit viel Liebe ausgesuchter Wein aus Italien veranlasste unsere Sommeliers doch das eine oder andere Glas mehr zu trinken, als programmiert. Wirklich durstlöschend war natürlich das ausgezeichnete fränkische Bier vom Fass, dessen Zapfanlage fachmännisch durch Kurt Kotsch in Schuss gehalten wurde.

Alle Gastgeber bemühten sich rührend um uns: Die Damen, die die Küche und den Geschirrspüler in Schwung hielten und immer darauf schauten, dass das Buffet in Ordnung war: Herausragend hier die Frau von Wolf-Rainer und Hildegard, die das Spielen komplett ihren Männern überließen und durch ihren Einsatz in diesem Jahr sicher keine Stunden mehr für den Club leisten müssen. Gislinde, wie immer im Hintergrund, aber kräftig mitarbeitend, hatte alles bestens unter Kontrolle.

Geselliges Beisammensein mit den Gästen des SC Union Tirolerhof

Geselliges Beisammensein mit den Gästen des SC Union Tirolerhof

Aufmerksam wurden unsere drei Begleitdamen durch den Sohn von Thomas in einem wunderschönen Auto nach Nürnberg gefahren und wieder abgeholt, was dazu führte, dass die Bankkonten ein wenig unter dem Ausflug litten, aber alle drei bestens aufgelegt, von der Frische und der Freundlichkeit ihres Gesellschafters bezirzt und durch ein perfektes Auto, von dem noch am Abend geschwärmt wurde, beeindruckt, auch zusätzlich etwas von der Fahrt ins Fränkische mit nach Haue nahmen.

Die Spontaneität, mit der auch der Heimtransport nach dem Fest organisiert wurde, machte viel Eindruck, wenn auch die Fußgeher, natürlich nicht durch eure Schuld, um halb 4 Uhr früh noch für Slapstick-Komik in unserem Quartier sorgten.

Heute, am Abreisetag, sind trotz späten Schlafengehens Lis und Volker beim Frühstück erschienen, um unserer Frau Bürgermeister einen Blick auf die Ausgrabungen des Ortes zu ermöglichen.

Erich und Anne zeigten Lisbeth und mir die letzten Errungenschaften und Erfindungen des Bauernstandes im Kersbacher Bereich. Ein Besuch in der Kirche und am Grab von Susi durfte ebenfalls nicht fehlen.

Alles in allem, es war eine von inniger Freundschaft und Freundlichkeit getragene Veranstaltung, für die wir allen (auch den nicht namentlich Erwähnten) sehr, sehr herzlich danken möchten. Die Einladung für in zwei Jahren, etwa zum gleichen Zeitpunkt, nach Perchtoldsdorf wurde ja bereits ausgesprochen und wird hiermit wiederholt, Ich finde, Ihr solltet sie wahrnehmen!“